The Tree Mansion


Gerade rechtzeitig vor einem Gewitter erreiche ich ein einsames Haus, umgeben von zahlreichen Feldern. Ein Wunsch vieler Menschen, die Ruhe und Erholung in ihren eigenen vier Wänden suchen. Wenn da nicht die Autobahn wäre, die leidenschaftlich nah an dem mittlerweile verlassenen Haus vorbeiführt.

Durch die die Haustür trete ich in das verlassene Haus ein. Links geht es in Richtung Küche und Bad, rechts von mir ein Schlafzimmer mit riesigen Holzbetten, die mit uralten Matratzen mit Stroh gestopft sind. Ich gehe erst einmal die Treppen hinauf. Doch plötzlich bleibe ich stehen: Ein merkwürdig bekannter, intensiver Geruch erreicht meine Nase, innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde bin ich in einer anderen Welt! Der Duft im Obergeschoss der verlassenen Villa ist betörend. Ich nehme die Kamera ab und setze mich auf den Fußboden, schließe meine Augen und genieße diesen Ausflug in die eigene Vergangenheit, einer Zeit, nach der ich mich so sehr sehne. Ich befinde mich im Jahr 1988, ein berauschender Sonntagnachmittag in einem unendlichen Sommer. Ich sehe mich im Hausflur eines Bauernhauses in Medehop. Die großen alten Bäume vor dem Haus rauschen im warmen Sommerwind. Jetzt steht Astrid vor mir, die mich so herzlich in ihre Arme nimmt. Alles ist gut, nichts tut weh. Meine Traurigkeit ist kein Zustand mehr, sondern nur ein Adjektiv. Fast schwerelos schwebe ich durch Zeit und Raum in weißes Licht hinein. Ich liebte sie. Einzig und wirklich.

You'll follow me back with the sun in your eyes
And on your own
Bedshaped
And legs of stone
You'll knock on my door
And up we'll go
In white light
I don't think so
But what do I know?
What do I know?
I know

Ich weiß nicht, wie lange ich auf dem hölzernen Fußboden saß. Schwerfällig stehe ich auf und wische mir meine Tränen aus dem Gesicht. Das Gewitter zieht weg, der Regen hört auf. Dankbar für das kurze Glück, diese kostbare Zeit nochmals erleben zu dürfen, nehme ich die Kamera wieder in die Hand und mache noch einige Aufnahmen.