Sanatorium Noir


Ein sehr gut erhaltenes und von schöner Architektur geprägtes Sanatorium habe ich im Frühjahr 2015 zusammen mit
Karola aufgesucht. Im Netz sind recht wenig Informationen zur Geschichte des Objekts, dass auch Sanatorium du Basil genannt wird, zu finden. Der Grundstein für das Anwesen wurde jedenfalls 1903 gelegt. Aufgrund der exponierten Lage diente es vor allem Lungenkrankheiten, wie die damals recht verbreitete Tuberkulose. Bis 2010 war die Klinik als Reha-Zentrum aktiv, dann wurden hier die Türen verschlossen. Berichten zufolge diente der Bau anschließend bis Ende 2014 der Unterkunft für Asylsuchende.

Nach dem Aufstieg, der recht steil durch einen Wald ging, war ich erst einmal so fertig, dass ich eigentlich hier eingeliefert werden wollte. Aufgerafft ging es dann jedoch los, die vielen Stockwerke mit recht verwinkelten Zimmern zu erkunden und fotografisch festzuhalten. Zu meiner Verwunderung gab es im Gebäude noch Strom, die Lampen konnte man überall einschalten bzw. waren eingeschaltet. Ebenfalls lief die Heizungsanlage. Vielleicht nicht die schlechteste Idee, wenn man das Gebäude in Zukunft noch nutzen will. Alleine war man hier auch nicht. Im Laufe der Zeit sind mir zahlreiche Gruppen von Fotografen über den Weg gelaufen. Leider ist es so, dass es keinerlei Möbel wie beispielsweise Betten und Schränke mehr gibt.

Dankbar für recht wenig Vandalismus und gelungenen Aufnahmen, verließen wir das Sanatorium nach etwa 3 Stunden.