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Ringlokschuppen Bestwig


In 1873 baute man in Bestwig eine Lokomotivstation. Bedingt durch die Notwendigkeit des Nachschieben vieler Züge der Rampe Bestwig-Brilon-Wald wurde ein zehnständiger Ringlokschuppen mit Drehscheibe errichtet. 1915 waren dort 25 Lokomotiven beheimatet. Schon 1918 wurde das Objekt um einen neuen zehnständigen Ringlokschuppen sowie einer größeren 20-Meter-Drehscheibe erweitert. 1945 waren dort 48 Lokomotiven beheimatet, einige davon durch die Kriegswirren schwer beschädigt.

1968 wurde dem Bw Bestwig das Bahnbetriebswerk Hagen Gbf als Außenstelle zugeschlagen, was das Vorhandensein der Lagerräume als Anbau begründet. 1982 verlor der Ringlokschuppen zunehmend an logistischer Wichtigkeit, als es dem Bw Hagen-Eckesey als Personaleinsatzstelle angegliedert wurde. Die Drehscheibe und das Dach wurden abgebaut. Es war das Aus für den Ringlokschuppen.
Seit 28 Jahren steht der Schuppen nun leer, meterhohe Bäume wachsen mittlerweile standfest im ganzen Bereich. Der Wasserturm und Wasserkran stehen übrigens unter Denkmalschutz. Für Bahnfans, die nicht nach Bestwig kommen können, gibt es einen
Bausatz für die H0-Bahn. Aufnahmen aus 2010.