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Völklinger Hütte


Im Jahre 1873 wurde die Völklinger Hütte von Julius Buch als Stahlwerk gegründet. Nach einer kurzfristigen Schließung nach bereits 6 Jahren wurde das Werk 1881 wieder eröffnet. Unter dem Namen „Röchling‘sche Eisen- und Stahlwerke“ ging es mit dem neuen Besitzer, Carl Röchling, weiter. Bereits 1890 war das Stahlwerk der größte Eisenträgerhersteller Deutschlands.

1897 kam eine erste Koksbatterie hinzu, bereits 3 Jahre später nahem die erste Gebläsemaschine ihren Betrieb auf. 1911 entstand eine Hängebahnanlage zur optimalen Beschickung der Hochöfen. 1928 entstand in Völklingen eine der modernsten und größten Sinteranlagen Europas. Das Sintern erlaubte schon damals das Recycling von Abfallprodukten wie Gichtstaub und Feinerz.

Im Zweiten Weltkrieg arbeiteten dort etwa 70.000 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in der Region Völklingen. 1952 erreichte die Hütte, bedingt durch den Bauboom und Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit, ihren Produktionshöchststand. Nach Rückkehr des Saarlandes nach Deutschland (1956) erhielten die alten Besitzer (Familie Röchling) die Völklinger Hütte zurück.

Die Hütte wurde 1986 stillgelegt und ist seit 1994 UNESCO Weltkulturerbe. Ein Besuch des 10 Hektar großen Geländes im Saarland lohnt sich auf jeden Fall. Bis heute ist mir die sehr gut erhaltene Gebläsehalle in Erinnerung geblieben.

Meine Aufnahmen stammen aus 2001 und sind Scans vom Dia.