Hotel Eden


Konzept und Idee - Hotel Eden: Der Fotograf
Thomas Bocian dokumentiert mit seinen Fotografien den jetzigen Zustand des geschichtlich sehr bedeutenden Bochumer Hotels „Hotel Eden“, welches seit fünfzehn Jahren leer steht und mittlerweile ein „Schandfleck“ für den Stadtteil geworden ist. Die Serie dokumentiert einen der Vergangenheit angehörenden urbanen Lebensraum sowohl aus gewöhnlicher als auch ungewöhnlicher Perspektive. Jedes Bild, zusammengesetzt aus einem Detail und einer Übersicht, suggeriert einen fiktiven Zusammenhalt in Form, Stofflichkeit und Farbigkeit. Durch die ungewöhnliche Perspektive findet eine Symbiose zwischen Realität und Fiktion statt, sie zeigt Dinge, die bei normaler Betrachtung nicht sichtbar sind. In dieser Serie zeigt Thomas Bocian Spuren auf, die die Vorbesitzer hinterlassen haben, und weckt beim Betrachter die Neugier auf einen für sie verschlossenen Bereich aus einer perspektivischen „Aufsicht“ der abgebildeten Räume.

Zusätzliche atmosphärisch geprägte Fotografien zeigen den sehr individuellen Charme der einzelnen Räume und runden den Gesamteindruck des Hotels ab. Anhand der Bilder zeigt der Fotograf, dass das Hotel, welches einst Zentrum des Lebens war, heute nur noch eine energetisch aufgeladene Hülle ist. Die Spannung der Fotografien ergibt sich aus der Ambivalenz der Reste des Lebendigen, die faktisch noch zu finden sind, und dem leer stehenden toten Hotel. Die Größe der Fotografien von circa 100cm x 60cm ermöglicht dem Betrachter lange vor dem Bild zu verweilen, Details zu erkennen und sich auf das Hotel einzulassen.

Film zum Projekt "Hotel Eden"