Bunker Valentin


Der U-Boot-Bunker Valentin ist kein Lost Place. Er ist Mahnmal und Gedenkstätte in einem. Und genau unter diesem Aspekt will das mächtige Bauwerk erschlossen werden.

Im Bremer Ortsteil Rekum, an der Weser gelegen ist der Bunker Valentin, auch "Farge" genannt, zu finden. Das Bauwerk ist während des Zweiten Weltkriegs von 1943 bis 1945 unter Einsatz von Zwangsarbeitern errichtet worden. Bei diesem menschenunwürdigen Einsatz sind Tausende von Arbeitern ums Leben gekommen. Ein U-Boot hat diesen Bunker nie verlassen: Während der letzen Kriegstage wurden infolge Bombardierungen der U-Boot-Bunker zu sehr beschädigt.

Der Bunker ist der größte freistehende Bunker in Deutschland, zweitgrößter in Europa. Es wurden unfassbare Mengen an Baumaterial verarbeitet: Eine Millionen Tonnen Kies und Sand, 132.000 Tonnen Zement und 20.000 Tonnen Stahl. Als Arbeitskräfte wurden bis zu 12.000 Zwangsarbeiter eingesetzt, die aus zahlreichen Konzentrationslagern der Umgebung kamen. Dem Größenwahn des "Führers" zur Folge war dieses die größte Baustelle Europas.

In dem Bunker sollten aus bereits vorgefertigten Sektionen U-Boote des Typs XXI montiert werden. Es war geplant, das alle 56 Stunden ein U-Boot vom Stapel laufen sollte, was eine Monatsproduktion von 14 Booten bedeutet hätte.

Als am 27. März 1945 die Bombardierung des Bunker begann, wurden die Bauarbeiten daraufhin eingestellt. 1960 wurde der bis dahin sich selbst überlassene Bunker als Munitionsdepot durch die Bundeswehr genutzt. Diese Nutzung wurde 2010 beendet und eine Gedenkstätte ist im Aufbau. Aufnahmen von 11/2013.

Links zum Thema:
Wikipedia zum Bunker Valentin
Website der Gedenkstätte "
Denkort Bunker Valentin"
Dokumentation in
Spiegel
Bericht über die kulturelle Nutzung des Bunkers