Heeresküstenbatterie Søndervig


Einen Weihnachtsurlaub mit der ganzen Familie in einem gut ausgestatteten Ferienhaus an der dänischen Nordseeküste. Ein Swimmingpool mit Sauna, viele gute Sachen zu essen und ein Kamin. Man sollte meinen, das es hierfür keine Steigerung gibt. Doch, eine Steigerung ist möglich: Eine ehemalige Festungsanlage als Teil des
Atlantikwalls direkt vor der Haustür am Strand von Søndervig.

Die Heeresküstenbatterie Søndervig ist eine deutsche Festungsanlage, die im Rahmen des Atlantikwalls an der Küste Dänemarks errichtet wurde. Der Atlantikwall war eine 2685 km lange Linie von befestigten Stellungen entlang der Küsten des Atlantiks, Ärmelkanals und der Nordsee. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie von den deutschen Besatzern in Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Dänemark und Norwegen zwischen 1942 und 1944 geplant und teilweise erbaut. Der Wall sollte diese Gebiete vor einer möglichen britischen Invasion schützen. Die Anlage ist zweigeteilt: Der Großteil der Bunker wurden nördlich von Kryle erbaut, eine kleinere Anzahl von Bunker sind bei Søndervig zu sehen.

Aufgrund der guten Eignung für eine mögliche Landeoperation der Alliierten wurden bei Kryle über 50 Bunker in die Dünen gebaut. Es wurden vier 10,5cm-Kanonen in Stellung gebracht, ein Feuerleitbunker erbaut. Der gesamte Bereich wurde mit Maschinengewehrbunkern, Minenfeldern und Stacheldraht befestigt.
Im Frühjahr 2008 sind nach einer schweren Sturmflut mehrere Bunker freigespült worden, die bisher unentdeckt waren. Die Bauwerke waren vollständig erhalten und möbliert. Die Fundsachen sind im örtlichen Museum ausgestellt worden. Die Fotografien entstanden am späten Nachmittag und an einem frühen Vormittag mit strengem Frost und Nebel, was einige Bilder besonders reizvoll erscheinen lässt.

Link zum Thema:
- Wiki über die Festungsanlage
Søndervig