Bücker-Flugzeugwerke Rangsdorf


1935 wurde im Reichsluftfahrtminesterium der Bau eines Land- und Wasserflughafens in Rangsdorf bei Berlin entschieden. Offiziell wurde dieser Flugplatz als „Reichssportflughafen Rangsdorf“ mit einem Clubhaus am See und einer Reichsschule für Motorflug am Vorabend der Olympischen Spiele von Berlin eröffnet (30. Juli 1936). An diesem Standort, in der Nähe Berlins, hat der Flugzeugkonstrukteur Carl Clemens Bücker ab 1935 Flugzeuge gebaut. Das ursprüngliche Werk in Berlin-Johannistal wurde zu klein, weswegen man nach Rangsdorf zog. Neben Kunst- und Übungsflugzeugen wurden hier nach Kriegsbeginn auch Militärmaschinen hergestellt.

1943 stieg die Belegschaft auf über 1600 Mitarbeiter. Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter hatten einen Anteil von etwa 30%. Am 20. April 1945 stelle das Werk die Produktion ein, zwei Tage später nimmt die Rote Arme den Ort und das unzerstörte Werk ein. Als Rüstungsbetrieb wurde der Standort beschlagnahmt und später enteignet. Bis 1994 war das Bücker-Flugzeugwerk als Instandsetzungseinheit in der Hand der Sowjetluftwaffe.
Die heute noch stehende Hallen und Nebengebäude machen einen üblen Eindruck und sind dem Verfall preisgegeben. Die Gemeinde hat die Ansiedlung der Bücker-Neuproduktion verhindert: Anscheinend sind Arbeitsplätze in dieser Region keine Mangelware. Aktuell gibt es kein Nutzungskonzept und auch keine Investoren. Die Zukunft dieser denkmalgeschützen Gebäude ist fraglich.

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