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Blue Tower


Woher dieses Objekt, großstädtisch in Belgien gelegen, seinen Namen hat, entzieht sich meiner Kenntnis und konnte auch vor Ort nicht ermittelt werden. In einer Fabrik war ich sehr lange nicht mehr. Die verlassenen Chateaus oder auch Kliniken spielten in der letzten Zeit eine viel zu große Rolle. "Back to the roots" heißt es dieses Mal.

Die Fabrik hat Rohstoffe verfeinert, die später Anwendung in den Hochöfen der Umgebung fand. Vergleichbar mit einer
Sinteranlage. Das Objekt konnte mit geschicktem Aufwand infiltriert werden, was in meinem fortgeschrittenen Alter eine nunmehr wichtige Rolle spielt. Zunächst durchschritt ich das immer noch reichlich gefüllte Rohstofflager. Die Portalkräne strotzten vor Potenz, als ob sie im nächsten Augenblick über meinen Kopf hinweg schwebten, um Rohstoffe zur Produktion zu transportieren. Aber das passiert hier nicht mehr.

Wie immer zieht es mich nach oben. Der Turm des Blue Tower bot sich hierfür an. Die Bausubstanz ist noch in einem guten Zustand, trotzdem ist hier Vorsicht geboten. Die im Herbst immer noch starke Sonne erschwerte die Aufnahmen in der Fabrik, ich musste die volle HDR-Kapazität mittels 3 Aufnahmen pro Bild (-1, 0, +1) ausschöpfen. Die Resultate sind recht passabel, wobei ich die Fensterfronten gut mit -2 hätte ablichten können.

Der Blue Tower liegt idyllisch mitten einer heruntergekommenen Wohnumgebung. Die Nachbarschaft wird trotzdem dankbar für die Schließung der Anlage gewesen sein, denn Lärm und Staub schienen hier mit Sicherheit an der Tagesordnung gewesen zu sein. Wenngleich jedes Mal der Verlust der Arbeitsplätze mit Sicherheit eine Rolle gespielt hat.

Total verstaubt und im höchsten Maße durstig verlasse zusammen mit
Karola ich nach 2 Stunden die Fabrik.

Aufnahmen von 09/2018