Verlassenes Bergdorf Toiano


Mitten in der Toskana, weitab jeder touristischer Lebensform, finde ich Toiano. Ein verlassenes Bergdorf, wie es viele in dieser Gegend gibt. Der demographische Wandel, der stadtgeprägte Lebenswandel junger Generationen wie auch die Notwendigkeit eines Arbeitsplatzes lassen viele Dörfer regelrecht ausbluten.

Der Weg auf den Hügel ist beschwerlich. Der Leihwagen kämpft sich den serpentinenähnlichen, unbefestigten Weg nach oben. Toiano ist sehr klein, vielleicht ein Dutzend Häuser. Der hintere Bereich der Kirche ist bereits eingestürzt, viele andere Wohnhäuser stehen kurz davor. Es gibt es nur eine Straße: Schmal und voller Schlaglöcher schlängelt sie sich durch die Ruinen des Dorfes. Hier wohnt keiner mehr, nicht einmal eine Katze läuft mir über den Weg. Einzig der Wind weht durch die zerbrochenen Fensterscheiben, bewegt Fensterläden und schlägt eine Tür hinter mir zu...

Auf dem örtlichen Friedhof sind nur einzelne Gräber gepflegt. Auch hier finde ich Verfall. Eine Gruft ist vandalisiert, Grabsteine zerbrochen. Bilder vom Frühjahr 2008.

Toiano ist nicht alleine. In Italien gibt es zahlreiche verlassene Dörfer, wie man in einem
Bericht von Spiegel-Online (2016) lesen kann.