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Bahnhof Hermeskeil


Ein verdammt heißer Tag Ende Juni, es sind gut 33 Grad im Schatten. Ich bewege mich zwischen unendlich vielen Dampflokomotiven, die hier in Hermeskeil ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Geruch von Schmieröl und Rost schwebt in der flirrenden Hitze, während ich staunend die Giganten fotografiere. Und das in aller Ruhe, denn ich bin zahlender Gast! Ich befinde mich im Dampflok Museum Hermeskeil - was für ein Ort. Eine höhere Motivdichte habe ich nirgends gesehen.

Das Museum, nicht weit von Trier gelegen, ist in Privatbesitz. Die Fahrzeuge wurden von einem Sammler in den 70er Jahren erworben, um diese vor der Vernichtung zu bewahren. Der Lokschuppen stammt aus dem Jahr 1888, die heute noch existierende Drehscheibe stammt von 1910. Nach Eröffnung der legendären Hunsrückbahn wurden weitere Gleise angebaut. Und auf diesen Gleisen, ruhen die Giganten, während die Natur das Areal zurück erobert.

Im Lokschuppen finde ich 6 Loks, die jedoch aufgrund der vorherrschenden Lichtverhältnissen schlecht zu fotografieren sind. Das Freigelände zieht mir die Schuhe aus. Hier reiht sich eine Lok nach der anderen ein, die seit 25 Jahren aufgearbeitet werden. Dem Museum geht es nicht gut, es fehlen ehrenamtliche Mitarbeiter, denn die geringen Einnahmen lassen keine Anstellungen zu. Ich empfehle jeden Interessierten, das
Dampflok-Museum als zahlender Gast zu betreten. Die Eintrittspreise sind human.